Es war einmal....

Ich kann mich noch schwach an gute Tage in meiner frühen Kindheit erinnern. Damals, als ich noch klein war, bevor meine Mutter wieder heiratete, weiss ich noch dass ich viel bei meiner Grossmutter war. Bis heute ist sie die einzige Person, die mich wirklich zu verstehen scheint. Sie und ich gingen des öfteren meinen Vater abholen. Wir warteten beim Kiesweg auf ihn. Es war ein schöner Weg. Der Weg ging an Bahngleisen vorbei, überall hatte es Blumen. Das Grass wurde meistens nicht geschnitten. Ich war drei Jahre alt, wahrscheinlich auch jünger. Das Grass und die Blumen waren höher als ich selbst. Immer wieder, an sonnigen Tagen, huschten Eidechsen über den Weg. Mein Vater hatte immer sein Fahrrad dabei. Weil ich dazumals noch so klein war und mit meinen kurzen Beinen noch nicht Schritt halten konnte, setzte er mich auf sein Fahrrad, und hielt mich ganz fest. So fuhr ich neben den beiden Erwachsenen her. Dazumals, und auch heute mehr oder weniger, war mein Vater für mich ein Held. Wie man das halt so denkt als kleines Mädchen, nicht wahr? Meine Mutter unterdessen, zog es nach Solothurn. Wir zogen zu einem Mann, dessen Namen ich hier nicht erwähne. Er ist der Vater meiner kleinen Halbschwester. Erstmals war er nett, doch schnell musste ich lernen, das dies nur eine Tarnung erst war. Die nächsten zweieinhalb Jahre, waren ein paar der schwierigsten die ich überstand, glaube ich. Obwohl ich mir selbst immer sage, es könnte mich schlimmer treffen, hat es mich damals geprägt. Ich kann mich noch genau an diesen einen Abend erinnern. Ich hatte aus versehen meine kleine Schwester aufgeweckt, die ja noch sehr klein war. Meine Mutter und er schimpften mit mir und sperrten mich in mein Zimmer ein. Ich hatte Angst, es war dunkel in meinem Zimmer. Ich hämmerte mit meinen kleinen Fäusten gegen die Türe, so fest es mir eben gelang. Ich schrie und weinte, wie ich denke, das es normal ist für ein kleines Mädchen. Die Türe ging auf und der Mann trat mit mächtigen Schritten auf mich zu. Er packte mich an den Haaren und schrie: "Mach das du ins Bett kommst!" Damit warf er mich unsanft zurück auf den Boden. Meine Mutter kam nun auch zur Türe rein. "Ich habe Angst..." meinte ich. Ich hatte Angst vor dem neuen Bett, es war ein Hochbett. Doch sie wollten es nicht verstehen. Seine Hand schlug auf mein Gesicht nieder. Die Wucht riss mich zu Boden. Er trat ein paar Mal nach mir, wie nach einem Stück Fleisch. Danach spazierten er und meine Mutter raus aus meinem Zimmer. Ich konnte hören, wie sie beide lachten...Das wars fürs erste, was meine Vergangenheit angeht, eure Hope 

 

16.6.14 21:45

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


sick.girl (16.6.14 22:14)
Oh Gott, das ist schrecklich.. wie kann deine Mutter da einfach zusehen?
Wie kann man so herzlos sein?
Ich glaub es ist gut das du einen Blog schreibst, damit du siehst das andere die zuhören und dich verstehen. <3

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